Achtsamkeit - eine Perspektive…

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Ein Grundgedanke der Achtsamkeitpraxis ist es, einen sogenannten inneren Beobachter zu aktivieren, der in der Lage ist, auf eine bestimmte Art genau zu beobachten, wie man selbst ,funktioniert‘.
Es geht darum, die eigenen Wahrnehmungs- und Handlungsautomatismen zu entdecken und zu erforschen.

Im Gegensatz zu dem allgewärtigen inneren Kritiker - die meisten Menschen haben diesen gut trainiert - hat der innere Beobachter eine annehmende, wohlwollende, freundliche und neugierige Grundhaltung.
Man beobachtet aus einer interessierten und gelassenen Perspektive, und ist nicht identifiziert mit dem eigenen Tun. Das zeigt sich besonders dadurch, dass der innere Beobachter keinerlei Impuls danach verspürt, irgendetwas am bestehenden Zustand zu verändern.

Das Konzept des inneren Beobachters, mit den genannten Qualitäten, ist eine ideale Vorstellung. Man wird diesen Zustand auch nach intensiver Praxis kaum in dieser reinen Form erreichen - man wird sich ihm aber durch regelmässiges Training nähern. Die Grundhaltung der Achtsamkeit beinhaltet Gewaltfreiheit und Lösungsabstinenz.

Diese Perspektive der Achtsamkeit findet in der psychotherapeutischen Praxis Anwendung in der Einzeltherapie und in der Paartherapie. Die verbesserte Selbstwahrnehmung der eigenen Person unterstützt die Fähigkeit, dem Partner Auskunft zu geben über eigene Bedürfnisse, Wünsche, Grenzen und Sehnsüchte…