Wer nagt an meinem Selbstwert?
Immer wieder fällt es mir auf: Wir machen uns selbst kleiner als wir sind!
Man sollte meinen, dass man es in der psychotherapeutischen Praxis oft mit Selbstüberschätzung zu tun haben könnte und man viele Menschen erst mal auf den Boden der Tatsachen zurück bringen müsste. Das Gegenteil ist der Fall!
Unsere tiefste Furcht ist nicht die, unzulänglich zu sein.
Unsere tiefste Furcht ist, kraftvoll zu sein jenseits aller Vorstellungen.
Es ist unser Licht, nicht unser Dunkel, das uns am meisten schreckt.
Wir fragen uns, wer bin ich denn schon, brillant, großartig, begabt und fabelhaft sein zu wollen.Nun, was fällt uns überhaupt ein, dies nicht zu sein?
Wir sind Kinder Gottes. Unser Klein-Spielen hilft der Welt nicht. Es ist nichts Erleuchtetes daran, uns klein zu machen, nur damit andere sich in unserer Gesellschaft nicht verunsichert fühlen.
Wir sind geboren, um das Licht Gottes, das in uns ist, sichtbar werden zu lassen.
Und dieses Licht ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem von uns!Sobald wir unser Licht scheinen lassen, geben wir unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Sobald wir von unserer eigenen Furcht freigeworden sind, befreit unsere Präsenz automatisch auch die anderen. br>
Nelson Mandela, 1994 br>
(Original von Marianne Williamson)
Die allermeisten Menschen, denen ich in meiner psychotherapeutischen Arbeit begegne, sind Spezialisten darin, sich selbst zu kritisieren und zu verurteilen - sich selbst also klein zu machen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Erziehung oftmals darauf abzielte das grandiose Selbstbewusstsein von Kindern nachhaltig zu erschüttern. Denn das ist ja wirklich phänomänal, was Kinder sich trauen und zutrauen - wenn man sie lässt. Sie strotzen vor Kraft und halten sich für omnipotent.
Irgendwie haben die meisten von uns gelernt, dass wir nicht so laut sein sollen, uns nicht so wichtig nehmen sollen, uns nicht in den Vordergrund stellen sollen undsoweiter. Schade eigentlich - oder?