Verliebt in Zwei?

Die Journalistin Gunda WINDMÜLLER hat mich in einem Telefoninterview befragt zum Thema: "Können wir uns in zwei Menschen gleichzeitig verlieben?". Die Antwort steht in dem Artikel auf ZEIT ONLINE. (http://ze.tt/koennen-wir-in-zwei-menschen-gleichzeitig-verliebt-sein/)

Natürlich kann man sich in zwei Menschen zu gleicher Zeit verlieben. Die Frage ist vielleicht eher, ob und wie man auf Dauer zwei Menschen zugleich lieben kann. Das wird unter dem Begriff der Polyamorie eifrig und mitunter kontrovers diskutiert.

"Wie soll ich mich entscheiden?" Das ist mitunter eine Fragestellung in der Paartherapie. Ich frage dann zurück: "Muss man sich denn entscheiden?" Man muss sich dann entscheiden, wenn die Situation zu einem inneren Konflikt führt. Wenn man in seinem Tun die eigenen Wertvorstellungen verletzt. Das geht auf Dauer wohl nicht gut. Man muss sich aber nicht entscheiden, um die Wertvorstellungen anderer zu erfüllen - oder?

Die Basis einer guten und nachhaltigen Entscheidung ist die achtsame und umfassende Wahrnehmung der eigenen Gefühle. Der neugierige Blick auf die Komplexität der Situation. Spüren, wo man sich hin entwickeln kann. Dann führt der Konflikt zum Wachstum.

Vasektomie und Sexualtherapie?

Die Sterilisation von Männern gilt als einfache und sichere Verhütungsmethode. Trotzdem ist dieser Weg der Empfängnisverhütung nicht populär. Bei der Vasektomie werden in einem ambulanten Eingriff die Samenleiter unterbrochen. Dadurch können keine Spermien in das Ejakulat gelangen. Der Mann ist unfruchtbar. Laut ärztlicher Meinung ist dieser Eingriff - der nur ein paar Minuten dauert - einfach, kostengünstig und komplikationsarm. Der entsprechende Eingriff bei der Frau ist wesentlich aufwändiger, invasiver und mit mehr Komplikationen verbunden.

Die Potenz des Mannes verändert sich durch die Vasektomie nicht. Der Homonhaushalt wird nicht beeinflusst. Die Funktion der Hoden bleibt unverändert. Sowohl Spermien, als auch die entsprechenden Hormone, die für die Libido verantwortlich sind, werden weiter gebildet. Die Menge des Ejakulats bleibt quasi unverändert, da die Spermien nur etwa zwei Prozent des Volumens des Ejakulats ausmachen. Man sieht also keinen Unterschied. Lust, Erektion und Erguss bleiben erhalten.

Eigentlich ist die Vasektomie nur ein kleiner "Schnitt". Trotzdem entscheiden sich recht wenige Männer für den Eingriff, selbst wenn die Familienplanung definitiv abgeschlossen ist. Die abgeschlossene Familienplanung ist natürlich die Voraussetzung für diese Art der Verhütung. Die Vasektomie ist eine endgültige Entscheidung. Es gibt zwar Operationen zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit, aber man sollte sich nicht darauf verlassen.

Die männliche Identität ist verknüpft mit der Fähigkeit, Kinder zu zeugen. Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ist eine Grundlage für Selbstbewusstsein und Selbstwert. Ein operativer Eingriff in diesem "ur-männlichen" Bereich des Körpers kann die sexuelle Selbstsicherheit bedrohen. Das ist die Sorge, die manchen Mann von der Vasektomie abhält. Man hat Bedenken, dass sich die eigene Potenz verändert. Da helfen auch Fakten wenig. Es geht nicht um eine rationale Abwägung, sondern um einen emotional stimmigen Entschluss. Kaum ein Mann wird der Vasektomie zustimmen, wenn er Angst hat, dass sich der Eingriff auf seine Fähigkeit, seine Frau sexuell zu befriedigen, auswirkt. Die Sorge, die Erektionsfähigkeit zu verlieren ist nicht rational begründet, aber emotional bedeutend. Der aufgerichtete Penis lässt den Mann spüren, dass er ein Mann ist. Das ist (fast) jedem Mann wichtig.

Deshalb kann es eine gute Idee sein, sich vor einem Eingriff sexualtherapeutisch beraten zu lassen. Der Sexualtherapeut kann die Auseinandersetzung mit der eigenen Männlichkeit fachkundig unterstützen. Aus einem fundierten Gefühl für das eigene Mann-Sein wächst das Vertrauen in die selbstverantwortliche Entscheidung für diesen partnerschaftlichen Weg der Verhütung.

Auf der Paarebene hat die Frage der Verantwortung für die Verhütung eine große Bedeutung. Nicht wenige Frauen fühlen sich mit dieser Verantwortung vom Mann alleine gelassen. Es gibt laut Wikipedia achtzehn verschieden Methoden der Verhütung - für Frauen. Wesentlich weniger Methoden gibt es für den Mann. Zeigt sich hier ein weiterer Aspekt von fehlender Gleichberechtigung oder eine Schieflage in der partnerschaftlichen Verhütungs-Verantwortung? Die Gespräche darüber sind nicht selten schwierig - wenn denn überhaupt darüber gesprochen werden kann. Miteinander reden zu können ist ein häufiges Anliegen von Paaren, die in meine Praxis zur Paartherapie kommen.

Nicht wenige Männer berichten, dass sich die Sexualität nach diesem endgültigen und bedeutenden Einschnitt positiv entwickelt hat. Sich nicht mehr um Verhütung kümmern zu müssen, kann befreiend sein. Daraus entsteht Raum für mehr Lust und Liebe. Die Basis dafür ist eine freie, eigenverantwortliche und bewusste Entscheidung. Ein kleiner Schnitt für den Urologen, ein großer Schritt für den Mann.

Neurologische Ebenen

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Neuro-Logische Ebenen der Veränderung


Nach Gregory Bateson gibt es in einem Lern-, Veränderungs- oder Kommunikationsprozeß natürliche Hierarchien der Klassifikation. Die Funktion einer jeden Ebene ist es, die Information der nächsten unteren Ebene zu organisieren. Die Regeln der Veränderungen auf einer Ebene sind aber verschieden von den Regeln einer Veränderung auf der darunter gelegenen Ebene. Die Veränderung auf einer unteren Ebene kann, muss sich aber nicht notwendigerweise auf die höhere Ebene auswirken. Eine Veränderung auf der höheren Ebene wird sich jedoch immer auf die unteren Ebenen auswirken, um so die Veränderung der höheren Ebene zu unterstützen.

Problem entstehen, wenn Veränderungen auf der „falschen“ Ebene stattfinden, d.h. Methoden angewendet werden, die nicht der Ebene entsprechen. Das Modell der neuro-logischen Ebenen nach Robert Dilts greift diesen Sachverhalt auf. Die grundlegende (also unterste) Ebene ist die Umgebung, in der man lebt, die äußeren Einschränkungen.

Auf diese Umgebung wirkt man durch sein Verhalten ein. Das Verhalten wird durch die mentalen Landkarten und Strategien gesteuert, welche unsere Fähigkeiten definieren.

Diese Fähigkeiten werden durch Glaubens- und Wertesysteme (Einstellungen) organisiert.

Die Glaubenssysteme werden durch die Identität organisiert.

Als oberste Ebene gibt es noch die Spiritualität, welche der Identität einen Sinn gibt, indem der Zugehörigkeit zum großen Ganzen definiert wird. Diese Ebene kann man auch als Ebene der Mission bezeichnen.

Sensitivitätskreis (nach der Hakomi-Methode)

Sensitivitaetskreis

Der Sensitivitätskreis


In Vielem, was wir tun und erleben gibt es typische Kreisläufe. Nachhaltige Entwicklungen sind oftmals gekennzeichnet durch einen erfolgreichen Durchgang aller Stationen des Kreislaufs.

Wenn Barrieren auftauchen, kann es Sinn machen, an der Barriere zu verweilen und diese genau zu studieren. An diesen Stellen sind Gelegenheiten zum bewussten Verstehen und daraus folgendem Wachstum zu entdecken.

Achtsamkeit unterstützt diesen Prozess in besonderer Weise. Der Sensitivitätskreis nach der Hakomi-Methode bildet diesen Kreislauf der nachhaltigen Veränderung ab.

Wahrnehmung

Wenn wir in ein Erlebnis eintreten, sammeln wir Informationen, machen Kontakt, werden klar, was wir wollen, was wir machen wollen, wie es weiter geht und so weiter. Wir werden uns bewusst, dass wir eine neue Erfahrung beginnen.

Umsetzung

Dann, basierend auf unserem Bewusstsein und Einsicht, unternehmen wir Maßnahmen, um die Erfahrung geschehen zu lassen - in der Art und Weise, die zu den gewünschten Ergebnissen führen wird. Wir wählen, wir reagieren, unter Berücksichtigung aller Arten von Faktoren, einschließlich unserer eigenen Bedürfnisse und der Auswirkungen auf andere.

Sättigung

Wir beteiligen uns an der Erfahrung, mit Bewegung, Gefühl, Ausdruck. Drittens beurteilen wir diese Beteiligung und erlauben uns, uns zufrieden zu fühlen, glücklich mit dem, was wir tun, und lassen uns von der Erfahrung genährt werden. Dann ist diese besondere Erfahrung vorbei.

Entspannung

Wir lassen los, fühlen uns traurig oder erleichtert. Wir ruhen, erleben den Sinn dessen, was passiert ist, um unsere Energie aufzufüllen und unsere Lernerfolge als Einblick in die nächste Erfahrung zu übernehmen.


poly?

Poly Gruppe 2017


Praxistalk zur Polyamorie am 27.05.2017 um 10 Uhr


Die polyKÜLE sind zu Besuch in Karlsruhe. Alexander und Birgit kommen zum Praxistalk am Samstag-Vormittag und haben einiges zu berichten…

Birgit liebt Alexander. Alexander liebt Birgit. Und die beiden lieben noch andere Menschen. Sie leben seit mehr als vier Jahren polyamor - ein Kunstwort aus dem Griechischen polýs „viel, mehrere“ und dem lateinischen amor „Liebe“. Beide führen noch weitere Beziehungen und unterstützen einander darin, auch in diesen glücklich zu sein. Diese Unterstützung und der offene Austausch darüber ist für sie das Natürlichste der Welt.

Sie betrachten ihre Bindung als entwicklungsoffen: "Wir lassen einander die lange Leine. Alexander kommt immer wieder wie ein zutraulicher Vogel auf meine Schulter geflogen. Er vertraut darauf, dass ich niemals versuche, ihn dort festzuhalten, und so kann er völlig unbeschwert zu mir fliegen." So beschreibt es Birgit, während Alexander zustimmend lächelt und hinzufügt: "Für mich ist Freiheit die größte Sicherheit. Wenn wir uns jeweils frei mit den Menschen verbinden können, zu denen wir uns hingezogen fühlen, wissen wir, daß unser Zusammensein wirklich unserem Willen entspricht."

Gemeinsam engagieren sich beide für die Vernetzung und Persönlichkeitsentwicklung von Menschen, die in einvernehmlichen Mehrfachbeziehungen leben oder leben möchten. Sie organisieren regelmäßige Polytreffs (Stammtische) in Grünstadt ( https://polytreffgruenstadt.wordpress.com/ ) und Heidelberg ( https://obhd.wordpress.com ). Alle zwei Monate veranstaltet Birgit darüber hinaus ein Wochenendseminar, den "polyRAUM" ( https://polytreffgruenstadt.wordpress.com/polyraum/ ).

Beim Praxistalk von Volker Kalmbacher erzählen die beiden aus ihrem Alltag und von ihrem Weg dorthin. Sie berichten über die schönen und bezaubernden Seiten, über die Schlaglöcher, denen es auszuweichen gilt und über die Fertigkeiten, die sie im Laufe ihrer Beschäftigung mit Polyamorie erlernt und verfeinert haben.

Es erwartet Sie/Dich eine freie Diskussion mit interaktiven Publikumsfragen nach einem kleinen Interview.

Eintritt: 15 Euro (begrenzte Platzanzahl)

Die Veranstaltung ist bereits beendet.

Stressbewältigung

Achtsamkeit mit Schaafen

Stressbewältigung durch Achtsamkeit

Umfangreiche Studien untersuchen die Wirkungsweise der Achtsamkeit und belegen deren Wirksamkeit in unterschiedlichen Bereichen - in der Therapie, im Coaching, im privaten und im beruflichen Leben.

MBSR

Jon Kabat-Zinn hat an der Universitätsklinik von Massachussetts ein achtwöchiges Trainingsprogramm zur Stressbewältigung durch Achtsamkeit entwickelt (MBSR: Mindfulness-Based-Stress-Reduction), welches weltweit angewendet wird. Ein MBSR-Training ist ein fundierter Einstieg in die Methode der Achtsamkeit. Kabat-Zinn konnte nachweisen, dass dieses Programm nicht nur den Stresspegel reduziert, sondern auch die Körperabwehr unterstützt.

Ausatmen…

Blüten im Licht - Ausatmen

Training der Achtsamkeit durch Atemwahrnehmung

Die Beobachtung des eigenen Atemprozesses aus einer neugierigen und interessierten Haltung heraus, ist eine einfach strukturierte und bewährte Trainingsmethode, um die Fähigkeit der achtsamen Selbsterforschung zu üben:

Anleitung zur Atembeobachtung

  • Nehmen Sie sich ein paar Minuten ungestörte Zeit an einem angenehmen Ort.

  • Finden Sie eine Körperposition, die es Ihnen erlaubt präsent, wach und ohne Anstrengung zu sein. Sie können sitzen, stehen oder liegen. Schließen Sie die Augen oder entspannen Sie den Blick.

  • Entschließen Sie sich, den Atem neugierig zu beobachten, ohne darauf Einfluss zu nehmen.

  • Bemerken Sie, wie sich die Bauchdecke oder der Brustkorb mit jedem Atemzug bewegt.

  • Spüren Sie das Strömen des Einatmens und Ausatmens an der Nase oder dem Mund. Hören Sie das Geräusch des eigenen Atems. Vielleicht entdecken Sie ein anderes Merkmal, welches für Sie gut zu beobachten ist.

  • Entscheiden Sie sich für eines dieser Merkmale des Atemprozesses. Richten Sie nun die Aufmerksamkeit auf diesen selbstgewählten Fokus der Atembeobachtung. Bleiben Sie dabei neugierig und interessiert.

  • Falls Sie bemerken, dass Ihre Aufmerksamkeit gewandert ist - zu einem anderen Ort, zu Gedanken oder Gefühlen - verschieben Sie den Fokus wieder auf den selbst gewählten Punkt der Atembeobachtung.

  • Nach einigen Minuten beenden Sie das Training.

Männer // Penis & Identität

Mann steht

Vortrag zur männlichen Sexualität am 1.04.2017 um 10 Uhr

  • Wieso ist die Identität des Mannes mit seinem Penis und seiner Erektion verknüpft?
  • Wie kann Mann seine archetypische Energie wahrnehmen und nutzen?
  • Wie kann Mann mit Störungen seiner sexuellen Funktion umgehen?
  • Wie kann Mann seine eigene Form von Mann sein entdecken und stärken?

Ein bunt bebilderter Vortrag von Volker Kalmbacher - ein beliebter Klassiker im Vortragsprogramm - ein Einblick in die Männerseele. Für Männer und für Frauen.

"Lasst uns einstehen, dass Sexualität der Liebe, der Lust und dem Leben dient und nicht Gewalt und Macht."
Natalie Uhlmann

Die Veranstaltung ist bereits beendet

Ein Brief an ein männliches Körperteil

Den folgenden Text habe ich auf dem Blog im gegenteil ! gefunden. Er stammt von Frau Zimt und hat mir gleich gefallen, weil er den Penis wohlwollend und ehrlich anspricht. Ich denke, dass diese Art der Ansprache einiges zur Entspannung beitragen kann. Und darum geht es ja: Lust und Entspannung. Vielen Dank an Frau Zimt für die Erlaubnis den Brief an den Penis hier zu veröffentlichen!

Lieber Penis!
Ich mag dich. Sehr. Und ich glaube, wir sollten reden. Von Frau zu Penis. Denn ich hab da so einige Fragen an dich. Und Gedanken sowieso. Manchmal habe ich den Eindruck, du machst dir ganz schön Stress, wenn es um Sex geht. Und dazu würde ich dir gerne ein paar Worte sagen:

Ich habe mit vielen Penissen geschlafen. Mit sehr erfahrenen Penissen und mit Penissen, für die Sex noch Neuland war. An die meisten denke ich mit einem zufriedenen Schmunzeln zurück. Tatsächlich könnte ich mit jedem einzelnen Penis ganz entspannt ein Bier trinken gehen, ohne dass es komisch wäre. Ich bin eigentlich mit allen so auseinander gegangen, dass zumindest von meiner Seite aus alles cool ist. Denn so wirklich schlechte Erfahrungen musste ich bisher nicht machen. Natürlich hatte ich auch mal schlechten Sex, das ist klar. Aber im Großen und Ganzen oder auch im Kleinen und Ganzen, hatte ich bisher immer sehr viel Glück mit meiner Peniswahl.

Neulich schlief ich mit einem Penis, der allgemein dafür bekannt ist, mit vielen Frauen geschlafen zu haben. Er war zehn Jahre älter als ich und ich gespannt darauf, mal wieder auf einen Erfahrenen deiner Art zu treffen. Und was soll ich sagen? Es war wild, es war heiß und zumindest ich war ziemlich entspannt und hatte Spaß. Er nahm mich irgendwann von hinten und es fühlte sich großartig an. Für uns beide.

Später erzählte mir der Mann, der zu dem Penis gehört, dass dieser eigentlich gerne in dem Moment gekommen wäre, er es mir zuliebe aber nicht tat. Er wollte es noch länger schaffen. Mich ausdauernder befriedigen. Sein Orgasmusfenster war aber genau in dieser Situation. Ein weiteres öffnete sich zu dieser späten Stunde nicht mehr und so blieb er in dieser Nacht ohne Höhepunkt.

„Ich denke halt immer zuerst an den Spaß der Frau.“ Das klingt doch erst mal sehr nett, nicht wahr? Und wird euch Penissen nicht auch ständig eingetrichtert, bloß auch die Bedürfnisse der Frau im Blick zu haben? Versteh mich nicht falsch, lieber Penis, ich finde das grundsätzlich ganz ganz toll. Es gibt Penisse, die aus der Lust des Gegenübers auch ihre Lust schöpfen und das verstehe ich gut. Mir geht es andersrum auch so.

Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich es sehr schön gefunden hätte, wenn er einfach gekommen wäre, als es sich für ihn richtig angefühlt hat. Ohne nachzudenken, ohne Stress. Denn zum einen geht es nicht nur um die Frau, sondern um alle Beteiligten und zum anderen störte mich irgendwie der Gedanke, dass er scheinbar seinen Kopf in einem heißen Moment wie diesem angeschaltet und sich den Orgasmus verboten hat. Das ist doch schade! Ist es nicht schön, so gut es eben geht abzuschalten und sich dem Leistungsdruck, der sich eh schon überall ins restliche Leben einschleicht, zu widersetzen? Oder was meinst du, lieber Penis?

Diese Begegnung brachte mich tatsächlich zum Nachdenken. Wenn ein Penis wie er, der vermeintlich so erfahren ist, trotzdem noch das Gefühl hat, erklärende Worte ausrichten lassen zu müssen, weil er nicht gekommen ist. Wie entspannt seid ihr Penisse dieser Welt beim Thema Orgasmus dann wirklich?

Ich hatte mehrere Penisse mit vermeintlichen Erektions- oder Orgasmusstörungen in meinem Bett. Diese Worte allein regen mich schon auf. Suggerieren sie doch irgendwie, dass, wenn ihr Penisse nicht perfekt nach Schema F funktioniert, etwas falsch, kaputt, ja gestört ist. Eieiei! Nur wer immer mit dem perfekten Härtegrad standhaft ist und das zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Zeitspanne – denn zu kurz oder zu lang sollte es ja nun auch nicht sein – der ist ein guter Penis, der hat es gebracht! Der darf um das Feuer tanzend und auf den Brustkorb trommelnd „Whhoooaaaa!!“ brüllen. Bravo!

Dabei ist das, mit Verlaub gesagt, großer Bullshit! Das lass dir mal gesagt sein, lieber Penis. Wenn man sich nur ein bisschen vom Standardsex löst – und das sollte man generell unbedingt tun – dann gibt es an sich doch gar kein „Problem“. Einer meiner Exliebhaberpenisse konnte beispielsweise nicht durch reine Penetration kommen. Er hatte total viel Spaß beim Sex, aber so ging es halt nicht. Einen Orgasmus durch Oralverkehr bekam er allerdings ohne Kopfzermatern, also bauten wir das einfach vermehrt ein.

Ein anderer Penis fiel sofort in sich zusammen, wenn sein Besitzer nur an das Wort „Kondom“ dachte. Ohne Gummi war für ihn und mich aber nicht ok, also machten wir einfach andere versaute Dinge. Er stand wahnsinnig doll auf meinen Po und so kam ich in den Genuss sehr ausgiebigen Cunnilinguses, während ich vor ihm kniete und er mich von hinten überall mit seiner Zunge verwöhnte. Dazu fassten wir uns gleichzeitig selbst an und brachten uns so zum Höhepunkt. Noch heute denke ich gerne daran zurück. Haben mich doch diese Erlebnisse erneut neugierig auf Analsex gemacht.

Und dann das Dauerbrennerthema des richtigen Orgasmuszeitpunktes. Wir kommen doch alle nicht immer oder nicht immer so, wie wir uns das vielleicht wünschen. Wo ist eigentlich noch mal genau das Problem? Wenn ihr Penisse früh kommt, dann macht man halt anders weiter oder eine Pause und legt eine zweite Runde ein. Wenn ihr lange braucht, dann macht man eben so lange, wie es beiden Spaß macht – ich persönlich mag stundenlange Dauerpenetration beispielsweise nicht so gerne. Lange durchhalten ist bei aller Liebe nicht das A und O, Jungs!

Für mich ist es am entspanntesten, wenn du mich einfach wissen lässt, wie du gestrickt bist. Dazu gehört natürlich, dass du dich selbst und deine Bedürfnisse kennst und damit auch cool bist. Aber wenn ein Penis mir beispielsweise ganz selbstsicher und selbstverständlich mitteilt „Du, ich komme eigentlich nur, wenn er auf dem Rücken liegt bzw. die Beine durchgestreckt sind oder wenn er mir am Ende selbst einen runter holt“, dann ist doch alles super. Dann sag ich doch nicht „Alter, bist du komisch, ne lass mal lieber“.

Es mag Frauen geben, die da anderes reagieren, aber dann sind die halt doof. Für mich wäre das wie gesagt eine willkommene Ansage. Dann komme ich nämlich auch nicht in die Verlegenheit, mich fragen zu müssen, ob ich etwas falsch mache bzw. wie ich am besten reagiere, wenn er zum Beispiel vermeintlich „zu früh“ kommt. Im ernst, lieber Penis, wie soll ich reagieren, wenn dir im Bett etwas unangenehm ist? Ich habe das Gefühl, es ist egal, was ich dann sage oder nicht sage, dir die Versagensgefühle zu nehmen, scheint utopisch.

In meiner Welt ist Sex vor allem dafür da, um gemeinsam den Kopf auszuschalten, einfach zu sein. Die Körper sein zu lassen, einander ein gutes Gefühl zu geben. Sich anzumachen. Zu entspannen. Oder was meinst du? Die Story mit dem Penis, der zuerst an den Spaß der Frau denkt, zeigt doch, wie sehr wir ein Sexdrehbuch im Kopf haben. Aber macht es uns das wirklich leichter? Es gibt doch viel mehr außer dem Ablauf: Knutschen, fummeln, ausziehen, blasen, lecken, ficken, kommen, Ende! Wollen wir wirklich immer den gleichen Porno nachspielen? Oh Gott, dazu fallen mir ja gleich schon wieder tausend Dinge ein.

Ich wünsche mir jedenfalls, dass du dich nicht so unter Druck setzt. Lass uns doch einfach drüber lachen oder hinweg knutschen, wenn das nächste Mal etwas nicht ganz wie gewünscht läuft. Lass uns unsere Unsicherheit lieber nutzen, um wieder aufgeregt miteinander zu sein, aufeinander zu hören und einzugehen. Neues auszuprobieren. Denn wer weiß, welche spannenden Erfahrungen noch so auf uns warten. Lass uns verunsichert, mutig, leise und laut sein. Lass und tanzen, lachen und weinen. Geil sein, versaut sein und unschuldig sein. Lass uns sein. Miteinander.

Ich freu mich drauf, lieber Penis. Und danke fürs Zuhören!

Deine Frau Zimt


Link: Zum Original-Artikel geht es hier lang…

Achtsamkeit als Methode

Achtsamkeit ist ein gutes Werkzeug

Die Methode der Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine fundierte und bewährte Methode der Bewusstseinsarbeit. Durch Anwendung der Methode der Achtsamkeit kann man genau verstehen, wie die automatischen Wahrnehmungs- und Handlungsmuster das eigene Leben bestimmen.

Man erlangt ein erweitertes Bewusstsein für die vielfältigen Automatismen und es entstehen dadurch Möglichkeiten der Gestaltung des eigenen Lebens und des persönlichen Wachstums.
Die Methode der Achtsamkeit entstammt der buddhistischen Psychologie und ist damit eine Tradition, die sich in 2500 Jahren intensiver Praxis entwickelt hat. Aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen die Wirksamkeit dieser Praxis.

Durch tägliches Training werden Funktion und Struktur des Gehirn signifikant verändert. Die Forschungen zur Neuroplastizität belegen, dass sich das Gehirn verändert, durch das was wir tun und was wir denken.

Man muss nicht jahrelang Achtsamkeit praktizieren, bis die Wirkung eintritt. Bereits nach kurzer Zeit sind Resultate zu zu bemerken. Allerdings muss das Training dauerhaft weiter geführt werden. Wie bei einem Muskel, gilt auch für die Achtsamkeit: ,Use it or loose it.‘

Search Inside Yourself

Chade-Meng Tan hat 2007 bei Google unter dem Begriff ‚Search Inside Yourself‘ ein Programm zur Persönlichkeitsentwicklung und emotionalen Intelligenz für Ingenieure eingeführt, welches auf der Anwendung von Achtsamkeit basiert. Mindfulness ist mittlerweile im Business etabliert. Beispielsweise beschäftigt das Softwareunternehmen SAP einen ‘Global Mindfulness Manager’.

Hakomi

Als Therapiemethode ist Achtsamkeit zur Prävention und Behandlung von Burnout etabliert. Die Hakomi®-Körperpsychotherapie basiert grundlegend auf den Prinzipien der Achtsamkeit.

Weiter atmen…

Achtsamkeit durch Atmen

Zen-Meditation: Eine Quelle der Achtsamkeit…

Die Methode der Achtsamkeit ist die Basis meiner Arbeit mit Paaren und Einzelnen. Der Zugang zu bewusster Wahrnehmung und Handeln. Die Grundlage für Neugier auf den Anderen.

Hier ein Veranstaltungstipp in Karlsruhe:

Vortrag von Zen-Meister Olivier Reigen Wang-Genh am Freitag, den 17. März 2017 um 19:30 Uhr im Musentempel, Hardtstr. 37a, 76185 Karlsruhe. Eintritt frei, Spenden sind willkommen.
Am Samstag, den 18. März 2017 finden von 11:00 - 13:00 und von 15:00 - 17:00 Uhr Zazen-Einführungen statt, für alle die Zazen zum ersten Mal unverbindlich ausprobieren möchten.

Flyer zum Runterladen

Paar auf der Couch

Paartherapeuten auf der Coach

"Loriotesk" hat eine Bekannte dieses Bild genannt. Für uns ein großes Kompliment, über das wir uns gefreut haben. Loriot hat die Paartherapie mit scharfem Blick und auf unvergleichbare Art in einigen Sketchen dargestellt. Das Bild entstand aus einer Laune heraus zu Beginn unserer monatlichen Paargruppe auf dem Sofa im Eingangsbereich der Praxis für Beziehung.

Achtsame Liebe, achtsame Sexualität

Schon vor einiger Zeit erschien mein Artikel: Achtsame Liebe, achtsame Sexualität auf mymonk.de. Seither wurde er mehr als 7000mal bei Facebook geteilt.

Über die Anwendung von Achtsamkeit zur Weiterentwicklung von Liebe und Sexualität in der intimen Beziehung.


In meiner Arbeit mit Paaren, die miteinander in einer intimen Beziehung leben, taucht irgendwann die Frage nach der Sexualität in der Partnerschaft auf. Manchmal sind es konkrete Probleme in der Sexualität, wie vorzeitiger Samenerguss, Lust- und Erregungsstörungen, Erektionsschwierigkeiten, Fragen zur Verhütung, die unmittelbar Anlass geben für die Beratung. In vielen Fällen sind es ganz andere Themen, welche als Belastung in der Partnerschaft wahrgenommen werden und den Grund für eine Beratung geben. Dann bleibt das Thema Sexualität zunächst im Hintergrund. Vielleicht fällt irgendwann – eher beiläufig – eine Bemerkung wie: ,Miteinander schlafen? Tun wir schon lange nicht mehr.‘

Kein Sex mehr, weil das Feuer aus ist?

Viele Paare haben nicht direkt ein Problem in der Sexualität – viele Paare haben das Problem, dass die sexuelle Begegnung nicht mehr stattfindet.

Manchmal ist es paradox: beide Beteiligten berichten von ihrer Sehnsucht nach mehr Nähe, Zärtlichkeit und erotischen Austausch. Trotzdem findet dieser Austausch nicht mehr statt. Irgendwann ist da etwas verloren gegangen, was vorher ganz interessant war – und es wurde nicht wiedergefunden.

Es mag gute Gründe geben, warum die sexuelle Begegnung nicht mehr stattfindet. Manche Gründe sind offensichtlich: Gewalt in der Beziehung, Untreue eines Partners, Alkoholprobleme sind solche Gründe. Wenn die Partnerschaft in der Krise steckt, ist vielfach verständlich, dass die beiden, die gerade miteinander streiten, sich auch sexuell voneinander distanzieren.

Immer wieder ist es aber so, dass ein keinen klaren Grund gibt für das ,Nicht-Leben‘ von partnerschaftlicher Sexualität. Gerade in langdauernden Beziehung ist es so, dass das Feuer der Begierde nicht mehr lichterloh brennt. Manchmal spreche ich davon, dass ,die Gnade der Hormone‘ irgendwann vorbei ist. Ich meine damit die ersten Monate von Verliebtheit – die Zeit, in der unser Körper in großen Mengen Hormone freisetzt, die uns zur sexuellen Begegnung motivieren. Da müssen wir nichts tun – dieses Feuer brennt ganz von alleine. Nach dieser Phase der Verliebtheit beginnt die Arbeit – die Beziehungsarbeit. Da geht es nun darum, Wege zu finden den anderen auch dann zu lieben und zu begehren, wenn der Blick nicht mehr durch die rosarote Brille gefärbt ist. Denn ohne diese Brille, sieht der andere tatsächlich nicht so blendend aus. Es fallen plötzlich Kleinigkeiten im Verhalten auf, die man früher nicht bemerken konnte. Der ,real existierende‘ Mensch wird sichtbar. Den wirklichen Menschen, der auch schwierige Aspekte haben wird, zu lieben – das ist eine Entscheidung, die man bewusst treffen muss – wenn man denn will. Stark reduziert ausgedrückt, ist Verliebtheit ein Zustand, der weitgehend unbewusst entsteht – eine automatische Reaktion. Liebe dagegen ist ein Zustand, der auf bewusster Mitarbeit, Motivation und Entscheidung beruht. Zugegeben: diese Ansicht unterscheidet sich deutlich von den romantischen Vorstellungen von Liebe, die unsere Gesellschaft prägen.

Bezogen auf die Sexualität bedeutet das: Paare können nicht davon ausgehen, dass die sexuelle Attraktion über einen langen Zeitraum stabil und unverändert bleibt. Es ist sicher, dass Schwankungen der Lust auftreten. Die Frage ist demnach nicht: Was kann ich tun, damit die Lust unverändert erhalten bleibt. Die Frage ist vielmehr: Wie geht man damit um, dass die Lust sich verändert? Was ist förderlich, um immer wieder aufeinander zuzugehen?

In der Sexualität gehen Menschen regelmässig ein großes Wagnis ein. Menschen ziehen sich voreinander aus, zeigen sich nackt und ungeschützt. Zu Beginn helfen die Hormone – sie trüben den Blick, stärken das Selbstbewusstsein. Vor allem steckt ja in jeder Begegnung der ,Zauber des Neubeginns‘.

Die Hoffnung, gerade in diesem Gegenüber den Menschen gefunden zu haben, der die eigenen Wunden heilt und intime Bedürfnisse erfüllt. Später zeigt sich, dass auch dieser Mensch nicht perfekt ist, sondern mit großer Präzision den Finger genau und immer wieder auf die wunde Stelle legt.

Die wunden Stellen sind Gefühlszustände, die ihren Ursprung in alten Erfahrungen haben. Erfahrungen, die weit vor der Zeit der aktuellen Beziehungssituation ihren Ursprung haben. Die frühen Bindungserfahrungen haben sich fest eingeprägt im Muster unserer neuronalen Organisation. Dem aktuellen Gegenüber fällt die undankbare Aufgabe zu, durch sein Tun die abgespeicherten Wahrnehmungs- und Reaktionsmuster auszulösen.

Meist ist nicht wirklich zu erkennen, wodurch der eigene Zustand ausgelöst wurde. Das passiert weit unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Das rationales Selbst versucht nun Erklärung zu finden, für den eigenen Zustand – und findet diese Erklärung vorzugsweise im Verhalten des Gegenübers. Es entsteht die ,Du-bist-falsch-Trance‘ – die Vorstellung, der Andere sei verantwortlich dafür, dass es gerade so schwierig ist miteinander.

Sich nun nicht umzudrehen, sich zu bedecken, wegzulaufen – das ist die Herausforderung. Der alltägliche Kompromiss kann darin liegen, sich zwar nicht zu trennen, aber sich auch nicht mehr so ,nackt‘ zu zeigen. Dann liegt es nahe, auf die sexuelle Begegnung zu verzichten. Immerhin bleibt ja noch der gemeinsame Alltag. Leider verzichtet man damit auf die Stärkung der Beziehung durch die gemeinsam gelebte Sexualität und die nährenden Erfahrungen von Lust und Nähe.

Will man diesen Kompromiss nicht eingehen, gilt es Wege zu finden um gerade dann miteinander in Kontakt zu bleiben, wenn es schwierig ist. Die Methode der Achtsamkeit kann hierbei eine verlässliche Stütze sein.

Achtsamkeit für Paare

Ihren Ursprung hat die Methode der Achtsamkeit in der buddhistischen Psychologie. Trotz der Nähe hierzu, ist Achtsamkeit kein neuer Begriff für Meditation. Umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen von Neuro-biologen, -physiologen und -psychologen belegen eindrucksvoll den Nutzen dieser Methode.

Die Anwendung der Achtsamkeit in der Beratung von Paaren basiert auf dem Verständnis, dass durch achtsame Beobachtung des eigenen Erlebens, Fühlens und Handelns ein Zustand von Bewusstheit entsteht, aus dem heraus willentliche Entscheidungen für die Gestaltung der Beziehung zum Gegenüber überhaupt erst möglich werden. Durch diese vertiefende Form der Selbstwahrnehmung entsteht die Möglichkeit der Selbstregulation.

Durch das Training von Achtsamkeit ist es möglich, sich selbst empathisch wahrzunehmen und im Detail zu verstehen, wie die eigenen inneren Zustände entstehen und wodurch diese ausgelöst werden. Aus dieser Haltung heraus ist es gleichsam möglich, den Beziehungspartner neu zu entdecken, ihn so zu sehen, wie er (oder sie) tatsächlich ist. Die ,Du-bist-falsch-Trance‘ weicht dem Bedürfnis, den anderen ,wirklich‘ zu sehen und verstehen zu wollen. Wirklich sehen meint: Den anderen wahrnehmen ohne rosarote Brille und ohne die unbewussten Muster der eigenen Wahrnehmung.

Die Kehrseite der Methode? Es braucht Training! Der ,Achtsamkeitsmuskel‘ wächst durch regelmässiges und beharrliches Üben. Dazu gibt es umfassende Anleitungen, die in der Beratung weitergegeben werden, durch Kurse trainiert und vertieft werden können. Die Methode der Achtsamkeit beinhaltet die grundsätzliche Haltung des Beraters als Unterstützer für das Selbstmanagement des eigenen Zustands. Der Berater tritt nicht als Experte für die intime Beziehung auf und gibt keine Ratschläge für erfüllende Sexualität. Es wird auf das Aufstellen von Regeln für gegenseitige Wertschätzung verzichtet, sondern die Neugier geweckt auf den Menschen, mit dem man manchmal hadert, und den man eigentlich lieben möchte.

Achtsamkeit fördert die intime Beziehung, im Sinne von Intimität als ,einen Zustand tiefer Vertrautheit‘. Es entstehen Zustände von grundlegendem Verständnis füreinander mit der Chance dem anderen wahrlich zu begegnen. Und das ist natürlich sehr förderlich dafür, dass die sexuelle Begegnung wieder interessant und lebendig werden kann.

Artikel auf mymonk lesen…l

Neuer Termin: LÄNGER LIEBEN

Paar auf der Bank in Beziehung

Wir haben einen neuen Termin für den Workshop LÄNGER LIEBEN: am 10.-11.06.2017 in Karlsruhe.

Dieser Workshop ist geeignet für Paare, die sich immer wieder neu verlieben wollen und dem Abflauen der Lust in ihrer Beziehung nicht tatenlos zusehen wollen. Die Basis dieses Workshops ist die Praxis der Achtsamkeit. Durch die Achtsamkeit wird die Neugier auf den Anderen immer wieder neu geweckt und kultiviert. Die achtsame Sexualität, die dadurch gelebt werden kann, ist erfüllend und lebendig. Es geht nicht mehr um die Frage nach dem "Wie oft?" oder "Wie gut?", sondern um die Tiefe und Erfüllung in der lustvollen Begegnung.

Anmeldeschluss ist der 30.05.2017
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Einladung

Einladung zur gemeinsamen Nacht

Eine Einladung steht oft am Anfang einer Beziehung. In der Akquisephase der Beziehung schenken sich Partner häufig Aufmerksamkeit und Zeit. Man bereitet sich darauf vor, dem Anderen zu begegnen und bringt sich selbst in einen guten Zustand. In langdauernden Beziehungen werden die Einladungen seltener. Der Druck des Alltags verengt den Raum, in dem Begegnung stattfinden könnte. Wie es gelingen kann, auch in längeren Beziehungen wieder Raum füreinander zu schaffen, ist Thema des Workshops "Länger lieben" im Februar. Möchten Sie dabei sein?
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Achtsamkeit im Business // mindfulness

Achtsamkeit im Trend

Auch der Harvard Business Manager befindet die Achtsamkeit schwer genug für den Titel. Im amerikanischen Raum ist mindfulness bereits im Business etabliert.

Achtsamkeitstraining

achtsamkeit ist wie bodybuilding für die seele

Auch das Magazin flow hat ein Sonderheft zum Thema Achtsamkeit herausgebracht. Zum Sonderheft…

Achtsamkeit ist:

Die Definition von Achtsamkeit

Achtsamkeit ist die Basis meines therapeutischen Tuns seit mehr als 15 Jahren. SPIEGEL ONLINE schreibt am 28.12.2016: "Es ist eine leise Revolution im Gange". Interessant ist in diesen Zeiten der Hinweis auf den gesellschaftlichen Aspekt der Achtsamkeit. Hier der Link zum Artikel…

Wo ist eigentlich mein G-Punkt?

freya von vorne


Eine Entdeckungsreise in die weibliche Sexualität


Vortrag von Freya METZNER am Freitag, 13.01.2017 um 19 Uhr im raum 169


Viele Frauen tappen im Erleben ihrer eigenen Sexualität buchstäblich im Dunkeln. Sie schauen oft schon ihre Vulva nicht genau an und alles Innenliegende ist für sie ein Mysterium. Im Zweifelsfall übergeben sie die Verantwortung für ihren Körper dann dem Mann, schicken ihn an ihrer eigenen Stelle auf die Suche nach der großen Lust und Erfüllung. Dabei überfordern sie nicht nur den Mann, sondern geben auch noch die Ermächtigung über ihren eigenen Körper auf. Langfristig kann das nicht funktionieren.

Es ist wichtig, über die Anatomie des eigenen Körpers Bescheid zu wissen. Was gibt es alles an der Vulva zu entdecken? Wie groß ist die Klitoris wirklich? Wo ist der G-Punkt? Wie unterschiedlich kann das Geschlecht einer Frau aussehen und welche Eigenschaften sind damit verbunden?

An diesem Abend lade ich Frau und Mann zu einem Vortrag ein, der ganz der weiblichen Sexualität gewidmet ist. Sie werden vieles über die Anatomie der Frau erfahren, über das Erwecken des Körpers und der Sinne und das große Potential, das sich jede Frau erschließen kann, wenn sie sich auf die Reise zu sich selbst begibt.

Wir freuen uns auf den Besuch von Freya METZNER, die zum ersten mal im raum 169 diesen Vortrag hält, der sich an Frauen und Männer richtet.

Mehr zu Freya auf Ihrer schönen Webseite http://www.reine-frauen-sache.de

Der Eintritt für Männer und Frauen kostet 20 Euro

Die Veranstaltung ist bereits beendet


Besser kommen?!

Vortrag: Besser kommen?!

FR 14.10.2016
19:30 - 22 Uhr
raum 169


Es sind noch Plätze frei für den interaktiven Vortrag

  • über männliche und weibliche Höhepunkte
  • was daran interessant sein kann
  • wie man Erregung regulieren kann
  • wie man Lust und Entspannung verbinden kann
  • wie Mann und Frau Herz und Sex verbinden können
  • und vieles mehr

Anmeldung

Handarbeit am Vormittag

Jeans und Hände

SA 10.12.2016
10:30 - 12 Uhr
im raum 169

Andrea Silwanus
kommt mit ihrem Handarbeitsabend wieder nach Karlsruhe - diesmal aber am Samstag-Vormittag.

Handarbeit am Vormittag – speziell für Frauen: die männliche Intimmassage


Tipps und Tricks und kleine Kniffe, die das Liebesleben schöner machen!

Ich zeige Ihnen Dinge über die Handarbeit „am Mann”, an die Sie wohl noch nie gedacht haben…

Erfahren Sie an diesem Abend mehr über die männliche Anatomie und sinnliche Körperstellen. Sie lernen, wie Sie einen Mann in erotischer Hinsicht richtig verwöhnen können. Sie erleben –
an künstlichen Modellen demonstriert –, wie Sie mit Intim-Massagen sinnliche Berührungen und lustvolle Momente schenken können. Denn Intim-Massagen sind ein Verwöhnprogramm der besonderen Art: Sie beleben die Beziehung und bringen mehr Freude und Abwechslung in Ihr Liebesleben.

25 Euro je Frau // Freundinnenpreis: Sie bringen eine Freundin mit und zahlen zusammen 40 Euro


Baldige Anmeldung lohnt sich, denn die Veranstaltungen mit Andrea sind meist früh ausgebucht.

Achtsamkeit an Ostern

Ein achtsames Ei zu Ostern

Andrea SILWANUS in Karlsruhe

Motoren Handwerk

Andrea kommt wieder nach Karlsruhe!

Einladung zu einem besonderen Event - exklusiv für Männer - der HANDWERKERABEND mit Andrea SILWANUS in Karlsruhe im raum 169. Der Abend beginnt am FR 29.04. um 18:00 Uhr und dauert etwa 2 ½ Stunden.

Es geht darum, wie Mann eine Frau intim berühren kann. Geübt wird dies am nicht-menschlichen Model. Andrea war im September bereits in Karlsruhe mit dem HANDARBEITSABEND für Frauen. Der Andrang war so groß und die Rückmeldungen nach dem Kurs so positiv, dass ich Andrea gebeten habe, noch einmal nach Karlsruhe zu kommen.

Kosten: 39 EURO
Freundschaftspreis: 35 EURO bei gemeinsamer Anmeldung mit einem Freund/Kumpel/Kollegen…

Anmeldung auf der Webseite von Andrea SILWANUS oder über die Seite VERANSTALTUNGEN


Länger lieben?!

Paar auf der Bank mit Blick auf Brücke

Veranstaltung bei pro familia Karlsruhe e.V.


Mangelndes sexuelles Begehren ist das Problem Nummer 1, mit dem Paare sich an Paartherapeuten wenden. Wie geht man damit um, dass die Lust sich verändert? Wie kann man immer wieder neu auf den eigenen Partner zugehen? Kann man eingeprägte Muster der neuronalen Organisation verändern?

Beziehungen sind dann lebendig, wenn zwei Menschen aufeinander neugierig bleiben. Im Zustand der Verschmelzung - wenn alles eins ist - hat Neugier wenig Raum. Neugier lebt von der Unterschiedlichkeit und in dem Raum, der zwischen zwei Menschen liegt. In der Anwendung der Achtsamkeit steckt der Schlüssel, um die Neugier auf den anderen immer wieder zu pflegen, die Fähigkeit der Empathie weiter zu entwickeln, und so auch dem Begehren wieder Raum zu schaffen im Alltag der Partnerschaft.

Volker Kalmbacher, Paar- und Sexualtherapeut in Karlsruhe, geht in seinem Vortrag kreativ und lebendig mit Themen um, die Paare in andauernden Beziehungen betreffen. Kalmbacher ist als HAKOMI-Therapeut seit 10 Jahren in eigener Praxis, sowie freiberuflich auch für pro familia tätig, und arbeitet körperorientiert und achtsamkeitsbasiert.

Dienstag, 20.10.2015 um 19:30 Uhr
pro familia Karlsruhe e.V.
UPDATE: entgegen der Ankündigung findet der Vortrag in der Praxis Sophienstr. 169 statt, da die Räume der pro familia belegt sind!


Anmeldung bitte bei pro familia e.V.


Achtsamkeit am Wochenende 26.-27.09.2015

Achtsamkeit auf dem Land

Artikel in der taz

Manchmal gebe ich Stichwörter unserer Angebote bei Google ein, um zu schauen, ob diese gefunden werden. Dabei habe einen Artikel der taz entdeckt, die sich unseren Workshop-Titel "Länger lieben" ausgeliehen hat. Den Artikel finde ich aber ganz passend.

Hier zu lesen

Neue Termine

Feuerwerk der termine

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Das LEBEN, die LIEBE und ICH

Jugendgruppe sitzt am Boden
Bild: ARUNA-Institut

BASIS-KURS 1: "Körper, Kontakt und Spiel"
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Besser kommen in Stuttgart?

Paartherapeut mit Hut steht am Baum

29. OKTOBER 2015
20 UHR

FRAU BLUM
STUTTGART

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Schräglage

Schiefer Turm zur Paartherapie

Nähe

Paar ist sich nah beim Sonnenuntergang

Liebe öffnet…

Berge im Gegenlicht

Portrait-Sitzungen mit Natalie UHLMANN

pprojekt2

Es gibt noch einen freien Platz (Mann oder Frau) für eine Porträt-Sitzung mit Natalie UHLMANN in Karlsruhe.
UPDATE: ALLE PLÄTZE SIND VERGEBEN
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Handarbeitsabend am 9.10.2015

Pasted Graphic

Ich freue mich sehr Andrea Silwanus zu einem Abend in Karlsruhe begrüßen zu dürfen.
mehr >

Ein richtiger Kerl

Lampe mit Penis als Schalter

"Männer scheinen gefangen zu sein zwischen einem Normativ der unbedingten Kerligkeit und einer zunehmend feminisierten Gesellschaft andererseits, die den "richtigen Kerl" infrage zu stellen scheint."
Dmitry Shigaev // taz 28.03.2015

Bald sage ich auch etwas dazu! Vortrag bei Frau BLUM am 7. Mai in Stuttgart.

Selbstauskunft

Hölzerne Schiebetüren

Besser kommen?!


Blatt wächst aus der Mauer

Vortrag bei pro familia Karlsruhe e.V. am 17.03.2015 (Ersatztermin für den Ausfall am 24.02.2015)


Der Orgasmus ist gleichermaßen Quelle von Freude und Leid in der Sexualität - egal ob mit Partner oder alleine erlebt. Es geht darum, früher oder später kommen zu können, wie man intensiver kommen kann und ob man überhaupt kommen muss. Und ob es Unterschiede gibt zwischen Männern und Frauen…



Ein Vortrag für Männer und Frauen von Volker Kalmbacher (Heilpraktiker/Psychotherapie) und Claudia Abold-Kalmbacher.



Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen zu diesem Vortrag. Wir werden bald einen weiteren Termin dafür anbieten. Und wir werden Vortrag deutlich verkürzen! 2 ½ Stunden sind einfach viel zu lang.

Natalie Uhlmann in Karlsruhe

Penis Projekt in Karlsruhe

Ich freue mich sehr, dass Natalie Uhlmann für Portrait-Sitzungen zu ihrem Penis-Projekt nach Karlsruhe in den raum 169 kommt. Sie schreibt über ihr Projekt:

"Das Vulva- und das Penisprojekt ist der Versuch einer Zurückeroberung. Mir geht es bei diesen fotografischen Arbeiten um Bewusstsein und Klarheit in der Sexualität.

Im Vulva- und im Penisprojekt habe ich als Fotografin einen neuen Blick auf den Körper und seine Sexualorgane zu entwickeln versucht, der sich aus den Klammern von Scham, Scheu und Sexualisierung löst.

Ich versuche, unvoreingenommen, frei und offen auf die Organe zu schauen, in denen der Keim für neues Leben wohnt. Auf diese Weise entstehen dann diese intimen und persönlichen Portraits."



Termine für Portrait-Sitzungen
22.5. 2015 nachmittags und 23.5. 2015 vormittags
Zeitaufwand: ca 2 Stunden,
Kosten: Euro 250

Interessenten für die Portraits-Sitzungen können sich auf der Webseite von Natalie Uhlmann informieren und bei ihr persönlich einen Termin für eine Sitzung vereinbaren:

> Webseite von Natalie Uhlmann



Ausstellung und Vortrag am 22.05.2015 um 20 Uhr
raum 169, Sophienstraße 169, Karlsruhe-Weststadt
Neben den Portrait-Sitzungen gibt es am Freitag-Abend eine Ausstellung mit grossformatigen Photographien des Penis-Projekt, ein Künstler-Gespräch und einen Vortrag von Volker Kalmbacher zur männlichen Sexualität und die Beziehung von Geschlecht und Identität.

Anmeldungen zum Freitag-Abend sind über das Kontaktformular möglich. Kosten: 15 Euro/Person.


„Auf dass wir durch einen geklärten und befreiten Blick verbunden bleiben mit unseren Körper, unserem Fühlen und Denken.“


Kuscheln tut gut

Kuschelnde Meerschweinchen

Seit 10 Jahren gibt es in Karlsruhe eine monatliche Kuschelpartie (die Schreibweise ist so gewählt). Damit ist die Karlsruher Kuschelpartie eine der etabliertesten Kuschelveranstaltungen in Deutschland. Mitbegründerin und von Anfang an dabei, ist die Karlsruher Künstlerin Barbara Denzler. Sie hat diese Veranstaltung mit-konzipiert, initiiert, weiterentwickelt und immer wieder mit grossem Engagement am Leben erhalten.

Mittlerweile wird die Kuschelpartie getragen von einem hohen Anteil von erfahrenen Teilnehmern, die in mehr oder weniger grossen Abständen zur Kuschelpartie kommen. Dies macht es für Anfänger leicht, einzusteigen in das Erlebnis. Offenheit und Präsenz zeichnet die Menschen aus, die sich immer wieder auf das scheinbar unmögliche einlassen: körperliche Nähe auszutauschen mit scheinbar fremden Menschen.

Was man dabei erlebt ist kaum zu beschreiben - so lautet häufig die Rückmeldung am Ende eines Kuschelabends. Und: es ist jedesmal ein anderes und neues Erleben.

Als Moderator und Leiter der Kuschelpartie bin ich nicht seit dem Anfang dabei. Vor sieben Jahren wurde ich von Barbara Denzler eingeladen, die Abende mit ihr gemeinsam zu gestalten. Über diese Zeit ist eine harmonische und unterstützende Zusammenarbeit mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung entstanden. An dieser Stelle: Vielen Dank, Barbara!

Alle Informationen zur Karlsruher Kuschelpartie finden sich auf der Webseite: www.kuschelpartie.de


Ein Heft über die LIEBE

Zwei Puppen die sich küssen

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hat den Vortag des 14.02.2015 zum Anlass genommen für ein Heft über die Liebe. Über die Liebe zu lesen ist auch Beziehungsarbeit - auf angenehme Art. Man kann das zum Anlass nehmen, um über die Liebe zu sprechen - mit seinen Liebsten.


Sex & Achtsamkeit

Buchcover Sexualität und Achtsamkeit
Buchtipp: Sex & Achtsamkeit
Sexualität, die das ganze Leben berührt

Meine Hamburger Kollegin Susanna-Sitari Rescio hat ein Buch veröffentlicht, mit dem vielversprechenden Titel: "Sex & Achtsamkeit".

Sie schreibt darin über das Wesen der Sexualität, das viele unterschiedlichen Facetten beinhaltet und den Menschen in verschiedenen Ebenen betrifft und berührt. Sie geht darauf ein, dass Sexualität lernbar ist - sogar gelernt werden will. Wir kommen zwar mit einem Erregungsreflex zur Welt, müssen aber tatsächlich lernen, wie wir Erregung steuern können und ein mehr als befriedigendes Sexualleben entwickeln können.

Dann wird Sexualität zu einer Ressource, einem Quell von Lebendigkeit, Entspannung und dem Ausdruck von Liebe.

Auf ihrer Webseite finden sich weitere Informationen zu Susanna-Sitari Rescio und ihrem Buch.

Ich freue mich auf die Lektüre…


Liebe in langdauernden Beziehung

Farbige Blüten des Begehrens

Es ist eine Realität, dass die zauberhaften Anfangsmomente rar werden, wenn eine Beziehung schon eine Weile andauert. Zu Beginn erlebt man gemeinsam eine fast unendliche Zahl von ‘ersten Malen’. Erste Male sind immer mit Aufregung oder Erregung verbunden. Das macht an, das macht Lust, das lässt Menschen aufeinander zugehen und Risiken eingehen. Irgendwann hat man dann das meiste schon einmal gespürt und getan. Die Spannung lässt nach. Es wird entspannt. Statt der Hitze des lodernden Feuers spürt man nun die behagliche Ofenwärme – und schläft vielleicht ein…

Vor allem das Begehren schläft ein. Und die Risikofreude erlischt. Eine Zeitlang ist das schön, weil entspannend, ruhig, sicher. Später werden die inneren Stimmen wach: “Soll das jetzt alles gewesen sein?” Man tut sicher gut daran, den inneren Stimmen nicht gleich recht zu geben. Muss es wirklich immer neu und prickelnd sein? Ist das wirklich so schön, wenn man sich unsicher fühlt? Lebt man das Leben wirklich nun dann richtig, wenn es sich nach Risiko und Abenteuer anfühlt?

Man sollte sich selbst prüfen und die inneren Stimmen hinterfragen. Wenn dann herauskommt, dass man aus Angst auf der Bremse steht oder in der Behaglichkeitsfalle steckt, dann kann man etwas tun. Wenn man sich selbst und dem eigenen Wachstum im Wege steht, weil man den Hintern nicht bewegt, dann kann man etwas tun.

Paartherapie ist eine Möglichkeit, die Paare präventiv nutzen, um Liebe & Lust auch in einer längeren Beziehung lebendig zu gestalten.

Samstag, vor 8 Uhr, - 4° C

Kletternder Mann - Geschlechtszugehörigkeit

Samstag, vor 8 Uhr, - 4° C - Die Welt der Männer?

Heute morgen, auf der Jagd nach den Croissants auf dem schönsten und beliebtesten Marktplatz Karlsruhes, ist es mir aufgefallen: Es gibt sie noch - die Welt der Männer. Bei Barista Bono stehen 4 Männer in der Eiseskälte und diskutieren über eine Stoppuhr, die einen Anschluss für einen Thermosublimationsdrucker hat, um Rundenzeiten für Sportwagen zu dokumentieren. Hier wird die Brühzeit des - natürlich handgebrühten - Kaffees gemessen. Notwendigerweise stehen auch 2 digitale Waagen parat, um die Menge des Kaffeemehls auf das Gramm genau zu bestimmen. 10 Gramm oder 11 Gramm? Kaffee kochen ist eine Wissenschaft, wenn Männer den Kaffee zubereiten.

Rund um den Marktplatz begegnen mir weitere Männer - Hand in Hand mit ihren Sprösslingen, die es sichtlich geniessen mit Papa durch die Straßen zu ziehen. Dabei strahlen die Mädchen genau so wie die Jungs. So eine exklusive Vaterzeit gibt es wohl besonders häufig - oder auch nur - am Samstagmorgen.

Zurück im Haus dasselbe Bild: der Manager aus dem Erdgeschoss schwingt sich auf sein Fahrrad, der Professor aus dem 1. OG kommt bereits mit Kapuzenshirt vom morgendlichen Ausflug zurück. Ansonsten ist Stille im Haus.

In der Jungenarbeit stellt sich immer wieder die Frage: Was ist männlich? Das wissen viele Jungs nicht. Jungen, die ihre Väter nur als Versorger kennen, die das Haus früh verlassen und spät wiederkommen, wissen nicht was Männlichkeit bedeutet. Jungen, deren Väter am Abend nicht wirklich anwesend sind, weil sie all ihre Kraft im Beruf gegeben haben, spüren nicht, wie sich männliche Präsenz anfühlt. Jungen, die nicht erleben, wie Mutter und Vater einander herzlich begegnen, erfahren nicht wie Mann und Frau miteinander in Beziehung treten können.

Die Welt von Jungen ist eine Welt der Frauen. Je jünger die Jungs sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie im Alltag von Frauen umgeben sind. Zuhause ist die Mutter in den meisten Fällen wesentlich mehr anwesend als der Vater. Bei Alleinerziehenden ist das noch ausgeprägter. In der Kita oder im Kindergarten sind männliche Bezugspersonen eher Einzelfälle oder Randerscheinungen. Viele Erzieherinnen, mit denen ich gesprochen habe, benennen diesen Mangel. Sie erleben täglich die Sehnsucht der Jungs nach dem Männlichen. Allerdings scheitern sämtliche Versuche, Männer in die Arbeit mit Kindern zu integrieren, an dem grundsätzlichen Misstrauen vor dem Männlichen. Ein Mann ist, per-definition, jemand, der übergriffig wird. So dürfen männliche Erzieher in manchen Einrichtungen, die Kinder nicht auf die Toilette begleiten oder auf den Schoß nehmen, wenn Trost nötig wäre. Begründet wird das mit dem Wunsch von Eltern.
In der Grundschule sind die weiblichen Lehrer auch in überwältigendem Mass tätig. Männer begleiten in der Schule häufiger Führungsaufgaben und sind damit weniger im unmittelbaren Kontakt mit den Schülern. Erst ab der 5. Klasse treten Männer als Lehrer und Bezugspersonen häufiger in Erscheinung.

Für die Jungs ist die Abwesenheit des Männlichen ein grosses Dilemma. Umgeben von Frauen, und damit umgeben von weiblichen Ansichten, Wahrnehmungen, Regeln und Verhaltensweisen, finden die Jungen keine Vorbilder für männliches Tun. Regelmässig tun Jungs das genau das Gegenteil dessen, was aus weiblicher Sicht richtig wäre, in der Annahme, dass dies „männlich“ sei. Nach der Gleichung: männlich ist alles, was nicht weiblich ist. Tragischerweise laufen die Jungs damit in doppelter Hinsicht ins Verderben. Zum einen müssen sie sich, in Ermangelung an Vorbildern, quasi selbst erfinden. Zum anderen bekommen wenig positive Rückmeldung für ihr pseudo-männliches Verhalten von Seiten der sie umgebenden Frauen, die natürlich weibliche Massstäbe anlegen.

Jungen brauchen Männer, um selbst zum Mann zu werden. Männer begreifen mehr und mehr, wie wichtig dieser Job ist. Wichtiger noch als der Beruf. Es sollte noch mehr Samstagmorgen geben!

Mehr dazu im Vortrag: MÄNNER! Herz, Sex und Identität. Am 7.05.2015 in Stuttgart bei FRAU BLUM.



Männer!

Vortrag

FRAU BLUM hat mich wieder eingeladen! Nach dem grossen Zuspruch für den Vortrag "Länger lieben?!", der sich an Paare in langdauernden Beziehungen richtet, traut sich FRAU BLUM nun an den Vortrag "Männer!". Das ist ein Wagnis, denn man weiß ja, dass Männer an sich nicht so gerne in Vorträge gehen, um sich mit sich selbst und Ihresgleichen auseinanderzusetzen - oder?

Nun glaube ich, die Zeiten ändern sich. Als ich den Vortrag im Jahr 2009 für das Männerbüro Karlsruhe konzipiert und vorgetragen habe, war die Nachfrage so groß, dass gleich ein Zusatztermin benötigt wurde, um den zahlreichen Interessenten und Interessentinnen Platz zu bieten. Hier ein paar Stimmen aus dem Jahr 2009:

Sogar am Schluss, ich konnte zwar kaum noch was aufnehmen, gab es noch Interessantes. Er (der Vortrag) war so lange und inhaltsreich, das ich am Schluss einigermaßen geschafft war. (Sven)

Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen; er hat viele Informationen und Anregungen geliefert und zum Nachdenken angeregt (z.B. die unterschiedlichen Verletzungen bei Männern und Frauen…) (Paul)

Ich habe am Montag Abend den Vortrag sehr genossen, ... Das Thema Mann beschäftigt mich seit einigen Monaten sehr stark und eigentlichauch schon mein ganzes Leben. ... (Martin)

Hat mir gefallen, welch deutliche Bilder der Vortrag gezeigt hat (ganz schön mutig) und die Sorgfalt, mit der zuvor darauf eingestimmt wurde (ganz schön achtsam).... (Stefan)

Ich war sehr angetan von dem Vortrag von Volker Kalmbacher, der mir einige tiefe Einsichten vermittelte. .... Eine "Runde Sache" scheint mir dieser Themenkreis. (Hans-J.)

Übrigens waren die Frauen immer sehr zahlreich vertreten bei diesem Vortrag und sind herzlich willkommen. Am 7. Mai 2015 um 19:30 Uhr ist es soweit. Die Anmeldung bei FRAU BLUM läuft bereits. Mehr zum Inhalt des Vortrags verrate ich bald an dieser Stelle.

Gute Zustände

Kerze

Beziehung lassen sich bewusst gestalten, wenn es gelingt "gute" Zustände herzustellen.

Konflikte in Beziehung lassen sich nicht in dem Zustand lösen, in welchem sie sich zeigen. Wir sind dann gefangen in einer eingeschränkten Sicht auf den Anderen und auf uns Selbst. Es entsteht eine 'Sei-anders-Trance' und wir versuchen den Anderen dazu zu bringen, das er sich ändert, damit unsere Bedürfnisse erfüllt werden.

Wir bedienen uns dabei den Strategien, die sich aufgrund unsere Lebenserfahrungen gebildet haben: ein Muster von standardisierten Abläufen, automatische Handlungen mit eingeschränkter Flexibilität. Dieses reduzierte Repertoire von Möglichkeiten ist selten hilfreich, um die aktuelle Situation differenziert wahrzunehmen und aus dem gegenwärtigen Moment heraus flexibel und bewusst zu agieren.

Wie können wir eine neue Perspektive einnehmen? Wie können wir den Anderen so wahrnehmen, wie er jetzt gerade tatsächlich ist? Wir können lernen, unsere Wahrnehmung zu verbessern. Grundlage dafür ist es, einen Zustand zu finden, aus dem heraus ich neugierig auf den Anderen und seine Welt blicken kann. Ein Zustand, in dem ich mich sicher fühle und in gutem Kontakt von zu einem, wie wir es nennen, "Innerem Beobachter" bin.

Damit beschäftigen wir uns unter anderem in unserem Wochenendworkshop "Im Herzen der menschlichen Beziehung". Nächster Termin 8.-09.02.2015 in der Paarakademie Ruhr in Bochum.

Vielen Dank, FRAU BLUM

vortrag paartherapie

Die Veranstaltung am 22. Januar in der Boutique Érotique FRAU BLUM ist Stuttgart war sehr gut besucht. Alle Plätze waren belegt und die Spätgekommen mussten sogar mit Kisten oder Stehplätzen zurechtkommen.

Eine feine Atmosphäre, geprägt von Neugier, Aufregung, Freude und einer Prise Intimität.

Ich möchte mich ganz herzlich bedanken bei Mascha und Alexandra für die tolle Organisation und Unterstützung, bei den zahlreichen Freunden und Bekannten, die ich wieder treffen durfte und natürlich den Männer, Frauen und Paaren, die sich auf die Herausforderungen einer lebendigen Beziehung einlassen.

Was ist eine Boutique Érotique?

Aus aktuellen Anlass:

Im Stuttgarter Westen haben die zwei Jung-Unternehmerinnen Alexandra Steinmann und Mascha Hülsewig FRAU BLUM, eine Erotik-Boutique der besonderen Art, aufgemacht. Ein Laden für edle Lifestyle-Objekte rund um das Thema Lust und Liebe. Markus Frank von der SWR Landesschau hat vorbeigeschaut.



Am kommenden Donnerstag bin ich dort - mit dem Vortrag "Länger lieben!?"

Verhütung endgültig?

Das Team der pro familia Karlsruhe - mit dem ich regelmässig zusammenarbeite - hat folgenden Veranstaltungshinweis geschickt:

Sterilisation beim Mann: Endgültige Verhütung?!


Ein großer Schritt. Was bedeutet das für mich als Mann? Und für uns als Paar?

Voraussetzungen, Aufklärung, Eingriffsverlauf, Nachsorge und die Frage:
„Ist der Eingriff wieder rückgängig zu machen?“

Referenten: Dr. Thomas Weber, Urologe
Einführung: Dr. med. Ulrike Ullmann, Sexualberatung, Psychoonkologie

Der Vortrag findet am Mittwoch, 25.02.2015 um 19:30 Uhr in den Räumen der pro familia Beratungsstelle, Amalienstr. 25, 76133 Karlsruhe.

Kosten: 8 €

Um Anmeldung wird gebeten bis zum Freitag, 20.01.2015.

Für Informationen steht die pro familia Karlsruhe unter Tel. 0721 920505 gerne zur Verfügung.

Blog

Volker Kalmbacher

Praxis für Beziehung

Sophienstraße 169

76185 Karlsruhe

Fon 0721 955 4612




Wir freuen uns, wenn wir Sie informieren dürfen. Ihre Daten geben wir nicht weiter!